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AktuellEuropäisches Sozialforum: Ausschreitungen in Athen Zu den Zusammenstößen kam es, als sich Randalierer unter die friedlich demonstrierenden Globalisierungsgegner mischten. Die Auseinandersetzungen legten Teile der griechischen Hauptstadt für Stunden lahm. (von morgenpost.de/dpa, Berliner Morgenpost) Athen - Das vierte europäische Sozialforum (ESF) ist am Wochenende in Athen von Ausschreitungen überschattet zu Ende gegangen. Während einer Demonstration, an der nach Angaben der Organisatoren am Samstag rund 70.000 und nach Schätzungen der Polizei 15.000 Menschen teilnahmen, kam es zu heftigen Zusammenstößen mit den Sicherheitskräften. Dabei wurden nach Polizeiangaben sechs Menschen leicht verletzt. 17 Randalierer wurden festgenommen und sollen vor Gericht gestellt werden, wie der staatliche griechische Rundfunk berichtete. Die Demonstration gegen die Folgen der Globalisierung, Rassismus, Ausländerfeindlichkeit, Mißhandlung von illegalen Einwanderern sowie gegen Krieg galt als die zentrale Veranstaltung des vierten europäischen Sozialforums, das seit Donnerstag in Athen tagte. Zu den Zusammenstößen kam es, als sich rund 250 Autonome unter die friedlich demonstrierenden Globalisierungskritiker mischten. Die Randalierer warfen Molotow-Cocktails auf die Bereitschaftspolizei, die das Hauptquartier der griechischen Polizei und die Botschaften der USA und Großbritanniens schützte. Sie zündeten einen Polizeiwagen an und zerschlugen zahlreiche Fensterscheiben von Banken, Hotels und Geschäften im Zentrum Athens. Rund 8000 Polizisten wurden eingesetzt, um die Randalierer auseinander zu treiben und die friedlichen Demonstranten zu schützen. Das Sozialforum verurteilte die Aktionen der Randalierer auf das Schärfste. An dem Sozialforum von Athen nahmen weniger Menschen teil, als am vorigen Treffen in London, wo rund 20.000 Globalisierungsgegner zusammengekommen waren. In Athen waren es etwa 15.000, unter ihnen 400 aus Deutschland. Unter dem Motto „Eine Welt, in der viele Welten einen Platz haben“ diskutierten die Teilnehmer unter anderem über Strategien gegen die Globalisierung, Arbeitslosigkeit und Zerstörung der Umwelt. Ein weiteres zentrales Thema war ein drohender Angriff auf den Iran. Zudem berieten die Globalisierungskritiker, wie sie nächstes Jahr auf das G8-Gipfeltreffen im Ostseebad Heiligendamm bei Rostock reagieren wollen. Eine einheitliche Organisation des Treffens gibt es ebenso wenig wie eine Abschlußerklärung, dafür sind die Teilnehmer-Gruppen zu unterschiedlich. Alle verbindet jedoch ihre Kritik an der Globalisierung, der Zerstörung der Umwelt und der Kampf gegen Rechtsextremismus sowie die Forderung nach Beendigung von Kriegen und Militärinterventionen wie im Irak. |
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